Friedrich Kittler: Aufschreibesysteme 1800/1900

Aufschreibesysteme 1800

22:
“Im freien Übersetzen konspirieren poetischer und philosophischer Diskurs auf eine Weise, die fortan deutsche Klassik heißt. Schiller liest drei Jahre lang Kant, um selber ein Jahrhundert lang von Kant her gelesen zu werden. Hegel liest und interpretiert Dichtung so lange, bis seine Kunstphilosophie selber ‘mit der poetischen Phantasie in Verwandschaft’ tritt. Eine Oszillation zwischen Dichten und Denken, die schon darum nicht Zusammenschluß zur vollen Einheit wird, weil die zwei Diskurse nicht noch einmal aufschreiben können, wo sie einander kreuzen.”

44:
“(Anm.: Schreiben wäre unter diesem Gesichtspuncte betrachtet als eine Art von Komposition für das Mundinstrument)”
[zu Heinrich Stephani (1807): Beschreibung meiner einfachen Lesemethode für Mutter.]

46:
“Stephanis Methode für Mütter ist deren ‘Selbstausbildung als Lehrerinnen’ und gehört damit zum großen Programm einer Erziehung der Erzieher, sie es seit Lessing und Kant läuft. Selbstausbildung hat das alte bloß imitative Lernen abzulösen und den mütterlichen Lehrerinnen in methodischer Mundhöhlenergründung eine reine Aussprache zu verschaffen. Alle Lese- und Schreiblehrbüchen Stephanis erklären dem Kopiering empirischer und d.h. selber kopierender Vorbilder einen Krieg. (…)
Ein villendeter Muttermund am Ziel seiner Selbstausbildung arbeitet nicht mehr empirisch-dialektal, sondern als Sprachrohr eines ‘Urstimmlauts’, der alle anderen generiert.”

47:
“Die im transzendentalen Wissen tragende Unterscheidung von Kopie und Bildung, Nachahmung des bloß Nachgeamten unt methodisch gereinigter Produktion schlägt auch beim Reden zu. Wie aud anderen Wissensfeldern erscheint eine Norm, die die vielen regionalen Bräuche in Pathologien umschreibt und unterm Titel Hochsprache eine Parousie reiner Signifikate oder ‘Gedanken’ fordert.”

48:
“Mir der planvollen Normierung der Münder um 1800 beginnt ein Feldzug gegen Dialekte überhaupt.”

71:
“Die Produktion von Diskursproduktionsinstanzen wird Pflicht. Aus der biologischen Reproduktion, jener schlichten Wiederkehr des Gleichen, macht der Bildungsstaat kulturelle Produktion. Statt daß Menschen (mit Aristoteles) einfach Menschen zeugen, entstehen mehr und mehr Mütter, die mehr und mehr Mütter sind.
Das ist historisch eine neue ‘Bestimmung des Weibes’.”

78:
“Die Mutter und nur sie verwaltet frühkindliche Alphabetisierung. Die Mutter und nur sie erzieht Menschen, die einzig und gänzlich Menschen sind. Die Mutter ist Ursprung des pädagogischen Diskurses, der in ihr wieder verschwindet, um erziehungsbeamtet auszuerstehen.
Die Sozialgeschichte hat das Faktum, daß Frauen um 1800 mit einemmal nicht länger als Untergebene eines Hausvaters, sondern in polarer und komplementärer Beziehung zum anderen Geschlecht bestimmt werden, schon weil es im beamteten Bildungsbürgertum aufkam, aus der zunehmenden Bürokratisierung als deren Folge abgeleitet. Die makrosozialen Prozesse heißen Ursachen, die sexuellen Wirkungen, wie es der Vorstellung vom Primat großer Geschichte gemäß ist. Dagegen konnte Donzelot zeigen, daß diese gesamte Transformation ‘nicht ohne aktive Teilnahme von Frauen’ als dem ‘Hauptstützpunkt’ und Partner von Ärzte- und Lehrerschaft stattgehabt hat. Die Dinge waren also zugleich einfacher und komplexer: mitgekoppelte Schaltkreise und keine Monokausalitäten. Om universale Beamte zu generieren, wird Die Mutter generiert, die die universalen Beamten generiert, die ihrerseits usw. usw. Der Bildungsstaat ist jedenfalls nicht vom Himmel gefallen und ‘der Schaffer aus Nichts ein Unding’.”

78-79:
“Die Alma Mater Universität verliert erstens eines ihrer korporativen Rechte: den Studentenzugang informell und okkasionell (durch Aufnahmegespräche etwa) zu regeln. An die Stelle solcher Mündlichkeiten tritt ein schriftliches und verwaltetes Abitur, das Preußen 1788 in der erklärten Absicht einführt, Gymnasialabgang und Universitätszugang in einem Akt, einer Akte zu reglementieren.”

82:
“In einem System der polaren Geschlechterdifferenz gibt es keinen Ort, wo ihre zwei Seiten zugleich aufgeschrieben werden könnten. Sie bleiben getrennt durch den Abgrund, der Schrift und Stimme trennt. Beamte schreiben (nicht irgend etwas, sondern die Bestimmung des Menschen); die Mutter schreibt nicht, sondern macht sprechen. >u Papier kommt diese Doppelbestimmung des Menschen, weil sie sein Universale ist, nur um den Preis einer Universalisierungm also in der Philosophie. Sie formuliert das Diskursnetz der zwei Geschlechter, aber indem sie die Mutter zur Frau überhaupt und den Beamten zum Menschen überhaupt ernennt. Das führt zu dem notwendigen Wiederspruch, die Männer zweimal aufzuschreiben und die Bestimmung des Menschengeschlechts an zwei Adressen zu schreiben.”

89:
“Das schreiben der Dichter im Aufschreibesystem von 1800 ist DISTRIBUTION VON DISKURSEN. Es stellt Reden einer maximalen Anzahl von Adressen zu. (…) Schreiben erhält buchstäblich universale und buchstäblich textuelle Funktionen: es webt einen Diskurs, der die Menschheit im ganzen erfaßt oder erzeugt. ‘Die schönen Künste sind das Band, das die Menschen zusammenhält.’ [Bergk, 1799]”

90: [Bedeutung als allgemeines Äquivalent]
“Einen Diskurs auf Signifikate bringen heißt aber: ihn übersetzbar machen. ‘Übersetzungen’ sind jene diskursive ‘Handelsmesse, wo uns der Entfernste seine Ware herbeybringt’ [Goethe]. Wer als Dichter seinen Tragödienhelden bibelübersetzend an die Schwelle des neuen Dichtertums führt, muß die Möglichkeit solchen Tuns ausdrücklich sicherstellen. Für Goethe verbürgt ein Primat von Gehalten über Signifikanteneffekte die Übersetzbarkeit aller Diskurse, auch der heiligsten und der formvollsten.”

138: [Autoren, Leser, Autoren]
“Die Historiker unterscheiden zwei Typen von Schriftkultur: eine der Schreiber, wo Schreibfähigkeit Privileg und damit Herrschaftsfunktion ist, und eine der Gebildeten, wo Schreiben und Lesen miteinander gekoppelt und damit universaliserbar werden. Das europäische Mittelalter kannte den Extremfall von Schreibern, die als reine Kopisten oder Kalligraphen nicht lesen können mußten, was sie auf manuellem Weg vervielfältigen: den Diskurs des Herrn. Es kannte umgekehrt den Extremfall von Lesern, die, auch und gerade weil sie Dichter hießen, ihre eigenen Kommentare oder Fortsetzungen von Texten als partielle Analphabeten nicht selber aufschreiben konnten; sie mußten sie einem Schreiber ‘dichten’ und d.h. diktieren.
Das Aufschreibesystem von 1800 ist das gerade Gegenteil: eine Kultur, sie Lesen und Schreiben automatisiert und koppelt.”

144-145:
“Dichtung genießt in den Ästhetiksystemen eine Sonderstellung. Andere Künste definiert jeweils ihr sinnliches Medium (Stein, Farbe, Baustoff, Klang); das Medium der Dichtung dagegen – Sprache oder Ton, Sprache als Ton, selbstredend keine Buchstaben – verschwindet unter ihrem Gehalt, damit wie im Fall Nostradamus/Faust der Geist direkt dem Geist erscheinen kann. Im Aufschreibesystem von 1800 wäre [Stefan] Georges Wort ‘kein ding sei wo das wort gebricht’ unmöglich oder sakrilegisch. Erstens sind faktische Sprachen ineinander übersetzbar, und zweitens ist Sprache überhaupt bloßer Kanal. Deshalb kann die Dichtung zwischen ‘Bedeutungen des Geistes’ (Signifikaten) und Welt (Inbegriff aller Referenz) einen Kurzschluß schalten, der das allgemeine Äquivalent und die universale Übersetzbarkeit von Sinnesmedien das- und sicherstellt. ‘Was nun die Gestaltungsweise der Poesie angeht, so zeigt sie sich (…) als die totale Kunst dadurch, daß sie, was in der Malerei und Musik nur relativ der Fall ist, in ihrem Felde die Darstellungsweise der übrigen Künste wiederholt.’ [Hegel]. Das kann die Poesie selbstredend nicht materialiter tun, aber darauf kommt es auch nicht an. Gerade die Übersetzung anderer Künste in ein unsinnliches und universales Medium macht Dichtung aus. Dieses Medium führt den Namen Phantasie oder Einbildungskraft. Einbildungskraft ist also (nicht anders als Schreiben in Schlegels Definition des Menschen und Mannes) zugleich generisches Definiens aller verschiedenen Künste und spezifisches einer höchsten Kunst. (…) Eine definitorische Verdopplung, die sicherstellt, daß Dichtung vom Wort oder Buchstaben oder Schriftzeichen her gar nich gadacht werden kann. Nur als Kunst der immateriellen Einbildungskraft bringt sie es fertig, das Gewimmel der Ereignisse und die Schönheiten der Erde in Bildungsgut zu verzaubern.”

Nietzsche

148:
“Aber es gibt um 1800 schlechterdings keine Maschinen, um Folgen von Geräuschen oder Gesichten in ihrer Singularität und Serialität festzuhalten. Die musikalischen Partituren speichern Daten zwar seriell, aber nicht in ihrer Singularität. (Weshalb das 19. Jahrhundert den dirigenten als Surrogat der unmöglichen Klangreproduzierbarkeit erfinden wird.) /…/
Das Aufschreibesystem von 1800 arbeitet ohne Phonographen, Grammophone und Kinematographen. Zur seriellen Speicherung/Reproduktion serieller Daten hat es nur Bücher, reproduzierbar schon seit Gutenberg, aber verstehbar und phantisierbar gemacht erst durch die fleischgewordene Alphabetisierung. Die Bücher, vordem nur reproduzierbare Buchstabenmengen, reproduzieren fortan selber. Aus dem gelehrtenrepublikanischen Kram in Fausts Studierzimmer ist eine psychedelische Droge für alle geworden.
Und solange das Speichermedium Buch ohne Konkurrenz bleibt, glauben die Leute seinem unmöglichen Versprechen. Erst Wagners Kunstwerk der Zukunft, diese monomane Vorwegnahme von Kino und Grammophon, wird das Saldo der ‘einsamen Dichtkunst’ aufmachen können und müssen”

205:
“Der Deutsche Idealismus, dessen sozialer Ort ‘Deutschlands höhere und hohe Schulen’ sind, har die Deutsche Dichtung universal und universitär gemacht. Es gibt um 1800 keinen medientechnischen Schnitt zwischen U- und E-litteratur (…)
Fichte schreibt einen der grundlegenden Aufsätze, sie mit ihrer Trennung zwischen allgemeinem Gedankengehalt und individueller Sprachform zur Kodifikation literarischer Urheberrechte führen. (…)
Hegel erbringt für sein Diktum con der absoluten philosophischen Tragödie den interpretatorischen Beweis. Im Aufschreibesystem von 1800 ist Philosophie die Titel gebende und Titel stiftende Legitimation von Dichtung. Das dankt in Goethes Trinkspruch.
Der absolute Geist führt den Pokal zur Lippe – und ‘aus dem Keiche diese Geisterreiches schäumt ihm seine Unendlichkeit’ [Hegel]. Ein Durst, der im Stilen noch zunimmt, ein Trunk, der im Verzehr noch unerschöpflicher wird –: an Deutscher Dichtung hat der Deutsche Idealismus Begehren und Erfüllung zugleich. Wenn Hegels wissen, endlich heimgekehrt in sein philosophisches Jenseits, auf all die phänomenalen Geistesgestalten zurückblick, die es heraufgeführt haben, erkennt es sie als ‘eine Gallerie von Bildern’ und das durchlaufene ‘Geisterreich’ mithin als ein ästhetisches.”

206-207:
“Eine Interpretation, die hinter jedwedem Wort den Geist oder Menschen sucht, ist keine Lektüre. Sie bleibt lesesuchttherapeutischen Wiederholungspflichten enthoben, um selber frei wie ihr Interpretandum zu werden. Fausts Übersetzungsstil steckt seine Erben an. Daran liegt es, daß die Systemfunktion der philosophischen ‘Er-Innerung’ (in ihrem abgründigen Unterscheid zu Gedächtnis) so übersehbar ist. Wenn es grundsätzlich keine Aufschreibesysteme ohne Speichereinrichtungen geben kann, so erfindet das System von 1800 ein Archiv, dessen Daten, statt wie in ROMs (Read Only Memories) nur mehr ausgelesen werden zu können, immer wiederumschreibbar sind. Durch dreifache Aufhebung im Wortsinn Hegels hören Bücher auf, reine gutenbergische Festwertspeicher zu sein –: Aufheben als Löschen, Aufheben als Speichern und schließlich Aufheben als spekulatives Interpretieren reduzieren Drucksachen darauf, neue Drucksachen zu triggern. Und gerade die Erfindung, daß Philosophien von 1800 als RAM (Random Access Memory) arbeiten, bewahrt sie vor der Gefahr aller Gefahren: dem Überflüssigwerden.”

212:
“Das Aufschreibesystem von 1800 kreist um die einzige Frage, wie auch dem bäurischsten oder natürlichsten oder sinnlichsten Bewußtsein Lesen und Schreiben nahezubringen sind. Wer nur spricht oder hört, wirt notwendig betrogen: von Schreibkundigen wie dem Bürger oder schalen Wahrheiten wie der Nacht. Also hilft nur der umgekehrten Betrug. Wer glauben lernt, daß Schreiben und Lesen unschuldig oder notwendig sind, hat schon den point of no retyrn überschritten und seinen ersten Schritt ins Reich Gottes getan.”

223:
“Die historischen Abenteuer des Sprechens sind kein Kontinuum und damit keine Geistesgeschichte. Es gibt Zäsuren, die ganze Aufschreibesysteme mit einem Schlag vergessen machen, und es gibt Plateaus, die das Vorrücken von Stunden, Heeren und Bombergeschwadern noch in Weltkriegswintern vergessen lassen. Was in den Sommern von Sils-Maria, diesen wenigen Sommern eines freien Schreibens, zu Ende ging, ist all das ‘Bildungsgemäßige, das Gebildete, Wissenschaftliche, das Familiäre und Gutmütige, das der deutschen Literatur im neunzehnten Jahrhundert vielfach eignete’ [Gottfried Benn] /…/
Wenn die eine Mutter von pluralen Frauen, der fleischgewordene Alphabetismus von technischen Medien und die Philosophie von psychophysischen oder psychoanalytischen Sprachzerlegungen abgelöst wird, zergeht auch die Dichtung. An ihre Stelle tritt, deutsch oder nicht, eine Artistik in der ganzen Spannweite dieses Nietzschewortes: vom Buchstabenzauber bis zum Medienhistrionismus.”
[histrionics: Theatrical arts or performances]

224-225:
“Nach einer vorsichtigen Schätzung waren in Mitteleuropa 1800 25%, 1830 40%, 1870 75% und 1900 schließlich 90% der Leute über sechs Jahren alphabetisiert. Doch dem Triumph folgt Ernüchterung. Hermeneutisches Lesen, vormals zu zwecken seiner Versüßung als Fertigkeit oder gar Gefühl gerühmt, erntet nur noch Spott und den Titel Lüge. Die allgemeine Alphabetisierung, nicht mehr aus der Innenperspektive ihrer Nutznießer, sondern ganz ohne Gefühle als diskursive Handgreiflichkeit beschrieben, wird Anleitung zum Selbstbetrug und insofern zum proliferierenden Künstlertum. Jene modernen Leser nämlich, die unter zwanzig Wörtern eine Zufallswahl von fünf treffen, um nur schnell Sinn divinieren zu können, tun das immer schon als Schreiber unf Weiterschreiber. (…)
Alphabetisiertes Lesen, das lieber weiterschreibt, statt Buchstaben wahrzunehmen, hat also ein Korrelat auf Produktionsseite: die Funktion Autorschaft. Vom selben Außen her, das seiner Ironie die Zufallswahlen unter zwanzig Wörtern enthüllt, spottet Nietzsche auch der neuzeitlichen Diskursregel, Titelblätter mit Namen zu schmücken.”

226:
“Im Rückblick ist das Aufschreibesystem von 1800 eine einzige Maschinerie zu dem einzigen Zweck, diskursive Effekte zu neutralisieren”

234:
“Das Aufschreibesystem von 1900 baut nach alledem nicht auf den drei Funktionen Produktion, Distribution, Konsumtion auf. So historisch variabel sind Diskursivitäten, daß auch elementare und scheinbar universale Konzepte [Roland Barthes: Essais critiques, 1963 (Literatur oder Geschichte, 1969)] in bestimmten Systemen ausfallen können. Als Überbauten under Intermengen einer Ökonomie wären Medien grundsätzlich überbestimmt.
Es gibt um 1900 keine Diskursproduktionsinstanz, die den unartikulierten Anfang von Artikulation macht. Es gibt nur ein unmenschliches Rauschen als das Andere aller Zeichen und Schriften. Es gibt keine Distribution, die Sprache als bloßen Kanal benutzt und darum immer schon weitere Schreiber und Leserinnen anwirbt. Wie jedes Medium ist der Diskurs ein irreduzibles Faktum, das nicht in philosophischen Bedeutungen und psychologischen Effekten aufgeht. Deshalb erlaubt er drittens auch keine Konsumtion, die Reden wieder in den Ursprung rückübersetzt.”

234:
“Den Anfang der Experimente macht eine Sprachtheorie, die Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne bestimmt. Sprache, von der Wahrsagerei moralischer, wenn nicht gar bildender Stimmen entkoppelt, ist nicht mehr Übersetztung vorsprachliger Bedeutungen, sondern ein Medium unter Medien. Medien aber gibt es nur als willkürliche Selektionen aus einem Rauschen”

235-237:
“Wie das Aufschreibesystem von 1800 ein Kontinuum gehabt hat, das vom unartikulierten Minimalsignifikat organisch oder augmentativ zu den Bedeutungen faktischer Sprachen führte, steht fortan ein Bruch. Die Sprache (das zeigt schon ihr Plural) ist nicht die Wahrheit und Wahrheit folglich überhaupt nicht. Wenn es aber gar keine Natur der Sprache gibt, die Philosophen hinter den kühnen Metaphern wieder auffinden könnten, tritt eine andere und physiologiscge Natur erst hervor. Wie Nietzsches Ästhetik geht auch seine Sprachtheorie von Nervenreizen aus. Optische und akustische Reizreaktionen, Bilder und Laute erzeugen die Sprache in ihren zwei Seiten, als Signifikant und Signifikat. Nur bleiben sie dabei voneinander genauso getrennt wie von der puren Stochastik, aud die sie reagieren. Den Bruch zwischen bildlichem Signifikat und lautlichem Signifikanten kann kein konstinuierliches Übersetzen, sondern nur die Metapher oder Transposition überspringen. Vor dem Hintergrund eines allgegenwärtigen Rauschens gehen einzelne Sinnesmedien in Differenz zueinander – als ‘ganz ndre und neue Sphären’. Statt Medien auf eine gemeinsame Wurzel vom Typ poetischer Einbildungskraft zurückzuführen, trennt Nietzsche Optik und Akustik wie ‘Schauwelt’ und ‘Hörwelt’.
Jedes der zwei Medien, das optische wie das akustische, wiederholt noch einmal ihrer aller Bezug auf einen Ursprung, der als Zufallsgenerator keiner ist. Nietzsche träumt von einer Musik, die ‘vor dem Anblick des blauen wollüstigen Meers und der mittelländischen Himmels-Helle nicht verklingt, vergilbt, verblasst’ wie alle deutsche Musik, sondern ‘noch vor den braunen Sonnen-Untergänge der Wüste Recht behält’. Nur eine Hörwelt, wo Klänge und Farben über Formen und Moralen triumphieren, bliebe bei aller Selektion ihrem unmenschlichen Hintergrund nahe, der (wie man weiß) auf den Götternamen Dionysos hört. Aber auch das optische Medium Apollons fungiert nicht anders. (…)
Nietzsches Schauwelt entsteht im Auge selber. Entoptische Visionen heilen u n d transponieren einen Augenschmerz, den in Umkehrung aller Tradition nicht das Sonnenblenden, sondern eine grausige Nacht macht. Dieser Grund, vor dem Farben und Formen nur Selektionen sind, wird zugleich (durch die Schmerzen) bewahrt und (durch Verkehrung von Dunkel zu Licht) metaphorisch verschleiert. So befolgt auch apollinische Kunst eine erst für Medien konstitutive und erstmals von der Photographie erfüllte ‘Forderung’: Die Wiedergabe ‘solle nicht nur dem Gegenstand ähnlich sein, sondern die Garantie für die Ähnlichkeit dadurch geben, daß sie sozusagen ein Erzeugnis dieses Gegenstandes selbst, d.h. von ihm selbst mechanisch hervorgebragt sei’. Vor solchen technischen Forderungen kann keine Einbildungskraft bestehen; wo vormals psychologische Übersetzung hinreichte, werden materiale Transpositionen nötig.”

239:
“Signifikantenlogik seit Nietzsche ist eine Technik der Verknappung und Vereinzelung. Nur ein Minimum in Umfang und Zahl der Zeichen kann das Maximum ihrer Energie freizetzen. An solche Kalküls reichten hermeneutische Stellenwerttheorien einfach nicht heran. Sie kannten nur organische Verhältnisse und zu ihrer Darstellung ein kontinuerliches, also psychologisches oder historisches Erzählen. Stellenwerte von Signifikanten dagegen sind mathematisch anzugeben; ihre Artikulation heißt Zählen.
Wörter zählen – das ist in romantischen Tagen bloß die lächerlich altmodische idée fixe eines Fixlein und seiner Bibelkabbala gewesen; im Medienzeitalter wird es eine erste und elementare Notwendigkeit. Mallarmé leitet Wort und Sache Literatur vom Faktum der vierundzwanzig Lettern ab. (…) Und was Nietzsche an Horaz rühmt, gilt auch vom ‘Telegrammstil’ seiner eigenen Aphorismenbücher. Aus schlicht ökonomischen Gründen fordern Telegramme jene Wortverknappung, die bei Nietzsche den physiologischen Grund vierzehn kurzsichtiger Dioptrien hat.
Überall also, wo der Einsiedler von Sils der alllgemeinen Alphabetisierung in Vorzeiten zu fliehen scheint, bereitet er die Herrschaft des rätselhaften Buchstabens im Aufschreibesystem von 1900 vor. Topologie und Ökonomik von Signifikanten sind eine Sache eher von Ingenieuren als Renaissancephilologen.”

240:
“Seitdem es einen Weltpostverein gibt, haben Signifikanten ihre standardisierten Preise, die aller Bedeutung spotten. Seitdem es Telegramm und Postkarte gibt, ist Stil nicht mehr Der Mensch, sondern eine Zeichenökonomie. (…) Diskurse, gut nietzscheanisch, als Selbststeigerung von Herrschaftsgebilden, wie sie unter Bedingungen standardisierter und massenproduzierter Nachrichten ja auch immer nötiger wird. Nur das Minimax an Zeichenenergie entgeht dem Los unabzählbarer Datenmengen, wie im inneren Bürgerkrieg Nietzsches einander auszulöschen. (…)
Der Wanderer und sein Schatten heißt demgemäß das Buch, darin Nietzsche zum erstenmal Telegrammstil probt. So krank und kurzsichtig werden die augen eines Konjekturalkritikers, daß jeder gelesene Buchstabe seinen Preis und Schmerz fordert.”

242:
“Die Logik von Chaos und Intervallen ist eine Technologie, die das Aufschreibesystem von 1900 auch implementiert: durch Erfindung der Schreibmachine.
Zu eben der Zeit, da seine Augen ein Ende mit aller Bücherwürmerei machen, schreibt Nietzsche, er wisse gar nicht, wie er geschriebener Sachem (Lettern und Noten) habhaft werden könne; die Anschaffung einer Schreibmaschine ginge ihm im Kopf herum, er sei in Kontakt mit ihrem Erfinder, einem Dänen aus Kopenhagen. (…)
Nietzsche als Schreibmaschinist – ein abgebrochenes Experiment eineger Wochen und dennoch eine Zäsur in den aufschreibesystemen. Kein anderer Philosoph wäre stoltz darauf gewesen, mechanisiert im Berliner Tageblatt aufzutauchen.”

243:
“Räumlich bezeichnete und diskrete Zeichen – das ist über alle Temposteigerung hinaus die Innovation der Schreibmaschine. ‘An die Stelle des Wortbildes (bein Handschrift) tritt die Vorstellung einer durch die räumliche Lage der Buchstabentasten gebildeten geometrischen Figur.’ Den Signifikanten definieren eben einzigartige Beziehungen zum Ort: Anders als alles Reale kann er an seinem Ort sein und auch nicht sein. Weshalb denn sogleich nach Serienreife der Schreibmaschine ‘eine mächtige Bewegung zu Gunsten der einführung eines Universal Keyboard entstand, die auf dem Kongress der Maschinenschreiber zu Toronto (Amerika) im Jahre 1888 zu einer Einigung über eine Normal-Tastatur’ führten.”

247:
” ‘Unser Schreibzug arbeitet mit an unseren Gedanken’, hieß es in einem Maschinenbrief Nietzsches. Fünf Jahre später versammelt die Genealogie der Moral ein ganzes Arsenal von Martern, Opfern, Verstümmelungen, Pfändern und Bräuchen, denen Leute, sehr taktil, ihre Gedächtnisse verdanken.”

248:
“Diese Schrift aus Feuer und Schmerz, Malen und Wunden ist das ganze Gegenteil des fleischgewordenen Alphabetismus. Sie gehorcht keiner Stimme und verbietet darum auch den Sprung zu Signifikaten. Sie macht den Übergang von Natur zur Kultur nicht als Kontinuum, sondern im Choc von Ereignissen. Sie zielt so wenig auf Lesen und Verzehr, wie der zugefügte Schmerz nicht aufhört, nich aufzuhören. Der Signifikant, zufgrund seiner einzigartigen Beziehung zum Ort, wird Einschreibung am Körper. Verstehen und Auslegen scheitern an einer unbewußten Schriff, deren Entzifferung die Beschrifteten nicht leisten, sondern sind. Denn die mnemotechnische Einschreibung bleibt (ganz wie die maschinelle) im entscheidenden Moment unsichtbar.”

250-251:
“Die Enthüllung, ‘w i e f r e m d sich Mann und Weib sind’, räumt auf mit der Möglichkeit, die zwei Geschlechter polar oder komplementär auf ein Aufschreibesystem zu verteilen. Fortan gibt es keine diskursive Stellvertretung des einen durch das andere mehr, wie Schlegel sie vorausgesetzt und praktiziert hat. (…)
Das Ende aller Frauenklagen basiert auf dem historischen Ereignis, daß Schrift, statt weiter Übersetzung aus einem Muttermund zu sein, zum irreduziblen Medium unter Medien, zur Schreibmaschine geworden ist. Dise Desexualiseriering erlaubt es, Frauen zum Schreiben zuzulassen. Buchstäblich und übertragen gilt vom Aufschreibesystem 1900 der Satz, daß ‘die Schreibmaschine dem weiblichen Geschlecht den Einzug in die Schreibstuben geöffnet hat’. Nietzsches Ariadne ist kein Mythos.”

1900

288: [Technische Medien]
“Ein Medium ist ein Medium ist ein Medium. Das Wort sagt es schon: zwischen okkulten und technischen Medien besteht kein Unterschied. (…)
Im Aufschreibesystem von 1900 laufen die psychophysischen Experimente als ebensoviele Zufallsgeneratoren, die Diskurse ohne sinn noch Gedanken auswerfen. Der übliche Sprachwerwendungszweck – sogenannte Kommunikation mit anderen – scheidet damit aus.”

289:
“Weniger offenkundig ist, daß auch das Grammophon in Zeitintervallen unterhalb menschenmöglischer Schreibgeschwindigkeit arbeiten muß. Vor der mathematischen Schwingungsanalyse eines Fourier und der physiologischen Akustik eines Helmholtz wäre es – darin irrten Zeitgenossen – unerfindlich gewesen. Ingenieursbüros, diese größte Erfindung des Vielfacherfinders Edison, verkehren und vollenden also nur, was die psychophysischen Labors gestartet haben; erst experimentelle Zerlegungen der Wahrnehmung machen ihre analoge Synthese oder Simulation möglich. Film und Phonograph als technische Synthesen optischer und akostischer Abläufe beruhen auf Analysen, die die elektrische Laufzeit von Nervenreizen grundsätzlich unterbieten. Sonst könnten sie, nach Helmholtz’ Einsicht, die Nerven ja nicht täuschen. (…)
Die technische Aufzeichenbarkeit von Sinnesdaten verschiebt um 1900 das gesamte Aufscheibesystem. Zum wahrhaft ersten Mal hört Schreiben auf, mit serieller Datenspeischerung synonym zu sein. Das Buchmonopol zerbricht und gibt auf seinen Tråummern Speichersysteme im Plural frei. Zur symbolischen Fizierung von Symbolischen tritt die technische Aufzeichnung von Realem in Konkurrenz. Was läuft, muß, um zu sein, nicht mehr immer erst in Elemente einer abzählbaren Zeichenmenge (Buchstaben, Ziffern, Noten) transponiert werden; Analogmedien erlauben jeder Sequenz reeller Zahllen, sich als solche einzuschreiben.”

293:
“Laut Ellen Key heißt Jahrhundert des Kindes: Schluß mit schulischem ‘Seelenmord’. Statt pädagogisch zu normieren, was aus Kindermund zurückkommen soll, werden alle Sprachspiele freigegeben. Variable Standards liquidieren die eine Norm. Diese Standards aber sind (Kindesjahrhundertorakeln zum Trotz) immer schon technisch. (…)
Die technisch möglichen Handgreiflichkeiten gegenüber Diskursen bestimmen, was faktisch Diskurs wird. Phonograph und Grammophon erlauben Zeitlupenstudien einzelner Laute, die weit unter der Wahrnehmungsschwelle auchidealer Stephani-Mütter liegen.”

297:
“Der Phonograph dagegen, wenn er Verborgnes zu reden zwingt, stellt Sprechern eine Falle. Sie sind identifiziert, nicht im Symbolischen wie durch den Namen, nicht im Imaginären wie durch romantische Held-Leser-Wiedererkennungen, sondern im Realen. Und das ist kein Kinderspiel.”

298:
“Tod des Menschen und Spurensicherung der Körper sind eins. In einem brillianten Essay hat Ginzburg gezeigt, wie um 1900 ein Paradigma von Wissen zur Macht kommt, das nur mit unfälschbaren, weil unbewußten und sinnlosen Details arbeitet – in der Ästhetik wie in Psychoanalyse und Kriminalistik.”

301:
Die Rede kennt nur mehr Tautologie und Kontradiktion, die zwei informationslosen Extreme von Wahrheitswerten. [vgl. Wittgenstein 1921] Was Benjamin, um die neue Kunstepoche technischer Reproduzierbarkeit mit dem Film zu identifizieren, der Kinoleinwand vorbehalten hat – daß sie das Fixieren con Einzelbildern verunmöglicht und mithin Zerstreuung statt bürgerlicher Konzentration herstellt –, gilt sehr viel allgemeiner und strenger. Unter den Medien, die Literatur und Kunst revolutionieren, hat der Film keinen Vorrang.”

310:
“Die technischen Medien Grammophon und Film speichern akustische und optische Daten seriell und mot übermenschlicher Zeitachsen-Präzision. Zur selben Zeit und von denselben Ingenieuren erfunden, attackieren sie an zwei Fronten zugleich ein Monopol, das die allgemeine Alphabetisierung, aber auch erst sie dem Buch zugespielt hat: das Monopol auf Speicherung serieller Daten. Um 1900 wird die Ersatzsinnlichkeit Dichtung ersetzbar, natürlich nicht durch irgeneine Natur, sondern durch Techniken. Das Grammophon entleert die Wörter, indem es ihr Imaginäres (Signifikate) auf Reales (Stimmphysiologie) hin unterläuft. (…) Der Film entwertet die Wörter, indem er igre Referenten, diesen notwendigen, jenseitigen und wohl absurden Bezugspunkt von Diskursem, einfach vor Augen stellt. (…)
Gesetzt nämlich, daß Lacans methodische Unterscheidung symbolisch-real-imaginär etwas trifft, dann sind um 1900 zwei von drei Funktionen, die Informationssysteme ausmachen, vom Medium Schrift ablösbar geworden. Was am Sprachen das Reale ist, fällt dem Grammophon zu; was das im Sprechen oder Schreiben produzierte Imaginäre ist, dem Spielfilm.”

315:
“Um 1900 führen Film und Grammphon (Radio wird es erst fünfundzwanzig Jahre später geben) ganz im Gegenteil dazu, das Wort auch theoretisch zu isolieren und seine einstigen Effekte auf Einbildungskraft den Medien zu überlassen.”

335:
“Ein Medium ist ein Medium ist ein Medium. Es kann also nicht übersetzt werden: Botschaften von Medium zu Medium tragen heißt immer schon: sie anderen Standards und Materialitäten unterstellen.”

379:
“Der Kurzschluß zwischen Maschinenspeichern und Einzelfällen liquidiert ein Grundkonzept von 1800: das Eigentum an diskursen. (…) Maschinenspeicher sind viel zu akkurat, um die klassischen Unterscheidungen von Meinen und Zitieren, selbsttätigem Denken und bloßem Nachsprechen zu machen. Sie registreieren diskursive Ereignisse ohne Ansehung sogenannter Personen.”

451:
“‘Was will das Weib?’ Im Aufschreibesystem von 1900 heißt die Alternative nicht mehr Mutterschaft oder Hysterie, sondern Maschine oder Zerstörung.”

468:
“Und weil unter hochtechnischen Bedingungen Diskurse nebensächlich sind, muß nicht einmal mehr ausgesprochen werden, was an die Stelle von Liebe und Seufzern getreten ist. Signifikanten sind unzweideutig und dumm. Die lacht, heißt Lust.”

Nachwort 1987

520:
“Die Hermeneutik behandelte keine Buchstäblichkeiten, sondern Werke und Überlieferungen, weil erst sie geschichtlich und geschichtsmächtig hießen. Die gängige Literatursoziologie, gerade umgekehrt, las Texte als Wiederspiegelungen von Produktionsverhältnissen, deren Paradigma Arbeit oder Energie und nicht Information ist. Dampfmaschinen und Webstühle (auch bei Goethe) wurden Thema, aber keine Schreibmaschinen.
Diskursanalysen dagegen haven auch nach Standards der zeiten industriellen Revolution materialistisch zu sein. Elementares Darum ist, daß Literatur (was immer sie sonst noch in Lesekreisen bedeuten mag) Daten verarbeitet, speichert, überträgt. (…)
Zu unterscheiden bleiben folglich nicht Gefühlschlagen, sondern Systeme. Erst im Kontrast zueinander werden Nachrichtennetze beschreibbar. Quelle, Sender, Kanal, Empfänger und Senke von Datenströmen, also Shannons fünf Funktionen, können von unterschiedlichen Instanzen besetzt oder auch offengelassen sein: von Männern oder Frauen, Rhetoren oder Dichtern, Philosophen oder Psychoanalytikern, Universitäten oder Technischen Hochschulen. Wo die Interpratation mit Konstanten arbeitet, führet der Systemvergleich Variabeln ein. Und wenn er historische Absichten vervolgt, werden ‘mindestens zwei Abgrenzungsereignisse unerläßlich’ [Luhmann], für die als Kandidaten entweder Systemdifferenzierung oder Kommunikationstechnik in Betracht kommen.
Genau solche Zäsuren bilden die allgemeine Alphabetisierung um 1800 und die technische Datenspeicherung um 1900, schol weil beide in Zeiträumen von +/- 15 Jahren hinreichend zu belegen sind.”

Nachwort 1995

523:
“Das Aufschreibesystem von 1800 wäre ohne seinen nichspeicherbaren Fluchtpunkt, die optische Telegraphie Napoleons, zu immanent und d.h. zu literarisch beschrieben.”

524:
“Um zu wissen, was Augen heute sehen und Ohren heute hören, müßte schon geklärt sein, was Helmholtz in Chicago dazu gebracht hat, vor allen anderen Kollegen Edisons Hand zu schütteln.
Zweitens kann keine Anekdote über Muybridge oder Edison herleiten, was Ingenieure bewogen har, analoge eingangsdaten, wie brutal auch immer, zu digitalisieren. Das Aufschreibesystem von 1900, wenn es denn zur Schließung kommet, wird ohne Peano, Hilbert, Turing nicht beschreibbar gewesen sein.
Aufschreibesysteme 2000 sind daher eine andere Geschichte.”

One comment

  1. hi,

    Ich weiß nicht, ob das hier so gut reinpasst, aber ich habe auch eine Webseite, mit technischem Material (auch Bedienungsanleitung), die ich in andere Sprachen übersetzen möchte, bis jetzt wurde mir nur eine Agentur dazu empfohlen: Bedienungsanleitung übersetzen

    hat noch jemand gute Erfahrungen gehabt?

    Danke

    gruß

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s